Qualitätsmanagement/Datenschutz in der Henneberg-Kliniken-Betriebsgesellschaft mbH

Dipl. Chem. Frank Höhne

Abteilungsleiter

Dipl. Chem. Frank Höhne
Tel. 03685/773-207
Fax. 03685/773-209
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Mit dem GKV-Gesundheitsreformgesetz 2000 wurden wichtige Neuregelungen zur Verbesserung der Qualität der Patientenversorgung im Krankenhaus beschlossen. Die Krankenhäuser sind verpflichtet ein Qualitätsmanagement aufzubauen. In der Begründung zum Gesetzentwurf wird dazu folgende Erläuterung gegeben:

Unter Qualitätsmanagement wird eine Managementmethode verstanden, die auf die Mitwirkung aller Mitarbeiter gestützt die Qualität in den Mittelpunkt ihrer Bemühungen stellt und kontinuierlich bestrebt ist, die Bedürfnisse der Patienten, Mitarbeiter, Angehörigen oder beispielsweise auch der zuweisenden Ärzte zu berücksichtigen. Besondere Bedeutung hat in diesem Zusammenhang die berufsgruppen-, hierarchie- und fachübergreifende Zusammenarbeit sowie die stetige interne, systematische Bewertung des erreichten Standes der Qualitätssicherungsanstrengungen.

Die Kunden- und Prozessorientierung unseres QM-Systems erfordern die

  • ständige Verbesserung bezüglich aller Aspekte der Geschäftsaktivitäten,
  • hohe Qualität aller Management-, Betriebs- und Verwaltungsprozesse,
  • Einbeziehung aller Mitarbeiter, Führungskräfte und Interessengruppen,
  • Nutzung der Qualitätsverbesserungen, um Kostenvorteile zu erreichen,
  • Prüfung der Eignung und Ergebnisse von Prozessen (Kontinuierlicher Verbesserungsprozess - KVP, Selbstkontrolle, Delegierung von Prozessverantwortung, Eigenkontrolle)

Bei der Planung und Durchführung sollen aber auch die folgenden Fehler ausgeschlossen werden:

  • unzureichendes Engagement des Managements
  • unrealistische Erwartungen
  • fehlende Prioritätensetzung
  • ungenügende Messmethoden
  • zu überladenes Dokumentationssystem

Das QM-System erfordert eine das ganze Unternehmen erfassende gelebte Unternehmensphilosophie. Dabei werden die Belange der Patienten, Bewohner, Mitarbeiter, Kunden und aller anderen Interessengruppen einbezogen.

Besonders im Anfangsstadium sind erhebliche zeitliche Aufwendungen für Beratungen und Grundlagenerarbeitungen sowie finanzielle Investitionen einzuplanen. Der Fortbestand eines Unternehmens wird durch die Qualität und Wirtschaftlichkeit seiner Leistungserbringung bestimmt. Im Juni 2001 wurde die Stabsstelle Qualitätsmanagement geschaffen, mit dem Ziel ein unternehmensweites (Kliniken, Seniorenzentren und Wohnheime) QM-System aufzubauen.

Die Aufgabe des Qualitätsmanagements ist es, alle Prozessabläufe im Unternehmen zu analysieren, die Qualität der Arbeit systematisch zu hinterfragen, alle Anstrengungen auf das Ziel ?Verbesserung der Ergebnisqualität im Unternehmen zur Zufriedenstellung der Patienten und der Kunden zu richten. In erster Linie geht es darum, die Patienten und Bewohner kontinuierlich in einer hohen Qualität und mit geringsten Kosten zu behandeln und zu betreuen. Die Behandlungs- und Versorgungsstandards, die sich an gesetzlichen Vorgaben und der medizinischen Entwicklung ausrichten, werden definiert und verbindlich festgelegt. Das QM-System trägt dazu bei, die Risiken in der komplexen Organisation zu minimieren oder auszuschalten. Das Qualitätsmanagement beschäftigt sich mit der täglichen Arbeit in unserem Unternehmen in ihren vielfältigen und komplexen Facetten und deren Organisation, um die geforderten Ergebnisse sicherstellen zu können.Durch Zertifizierungen und Qualitätsberichte erbringt die Hennberg-Kliniken gGmbH Außenstehenden einen Nachweis darüber, dass im Unternehmen ein Qualitätsmanagementsystem nach anerkannten Standards betrieben wird. Das Qualitätsmanagement ist eine Stabsstelle der Geschäftsführung und unterstützt die Leitung interdisziplinär in allen Angelegenheiten des Qualitätsmanagements. Seine Aufgabe ist es, die Ziele, die Visionen und das Leitbild der Henneberg-Kliniken-Betriebsgesellschaft mbH  in der täglichen Arbeit in Zusammenarbeit mit allen Mitarbeitern umzusetzen. Zur Umsetzung werden Gremien geschaffen, die zentral alle QM-Aktivitäten lenken. Als oberstes Gremium steuert der QM-Lenkungsausschuss auf Unternehmensebene die Aktivitäten. Dort sind die Betriebsleitungsmitglieder und der Qualitätsmanager vertreten. Unternehmensweit agieren unter anderem folgende Gremien und Qualitätszirkel: Beschwerdekommission, Vorschlagskommission, Hygienekommission und Materialkommission. In den Bereichen Kliniken, Seniorenzentren und Wohnheime koordinieren die QM-Lenkungsgruppen alle QM-Prozesse. Zur Bearbeitung spezieller Arbeitsaufgaben wurden dort ebenfalls Qualitätszirkel gegründet. Je nach Aufgabenstellung arbeiten diese zeitlich begrenzt oder fortlaufend. In den Abteilungen unterstützen ausgebildete QMB´s die Umsetzung.Ein wichtiges Instrument zur Gestaltung des QM-Systems ist die Einbeziehung aller Mitarbeiter. Dazu wird ein umfangreiches Schulungsprogramm und die zusätzliche Veröffentlichung der freigegebenen Dokumente im Intranet genutzt. Im Zusammenspiel aller Bestandteile unseres QM-Systems können wir die zukünftigen Aufgaben lösen und unseren Versorgungsauftrag für unsere Region erfüllen.