Allgemeine Innere Medizin

- Dr. Klaus Böhm
Henneberg-Kliniken-Betriebsgesellschaft mbH
Schleusinger Str. 17
98646 Hildburghausen
Chefarzt:
Dr. Klaus Böhm
Gastroenterologie/Onkologie
Tel. 03685/773-533
E-Mail: kboehm
henneberg-kliniken
de
Chefarztsekretärin:
Nicole Bertl
Tel. 03685/773-536
Fax: 03685/773-180
Oberärzte:
Dipl.-Med. Petra Wollenberg
weitere Informationen:
Schwerpunkt - Geriatrische Frührehabilitation
Die derzeitige und insbesondere die noch zu erwartenden Entwicklung der Altersstruktur in unserer Bevölkerung verlangen ein Umdenken der medizinischen Versorgung. Dies betrifft sowohl den ambulanten Sektor, aber auch speziell den stationären Sektor.
Um die hohe Zahl betagter und zum teil hochbetagter Patienten bestmöglich zu betreuen, zu diagnostizieren und therapieren, haben wir uns zur Etablierung der sogenannten „Geriatrischen Frührehabilitation“ am Krankenhaus entschlossen. Vorrangiges Ziel unserer Bemühungen sollte die bestmögliche Betreuung unserer betagten, multimorbiden Patienten darstellen. Das Ziel sollte eine verbleibende, möglichst hohe Lebensqualität, insbesondere aber die Aufrechterhaltung der sogenannten „Alltagskompetenz“ (Selbsthilfefähigkeit) im gewohnten Umfeld sein.
Daraus ergibt sich auch der Ansatz der sogenannten „heimatnahen Betreuung“ oder „wohnortnahen Betreuung“ im zuständigen Kreiskrankenhaus.
Dieses Ziel stellt außerordentlich hohe Anforderungen an das sogenannte „Geriatrische Team“, das sich aus Ärzten, Physiotherapeuten, Psychologen, Ergotherapeuten, Pflegetherapeuten, unter Umständen auch Altenpflegern und Pflegeberatern, Sozialarbeitern, Sprachtherapeuten etc. zusammensetzt. Aus der Komplexität des geriatrischen Falles leitet sich die Notwendigkeit ab, individuelle Patientenmerkmale und Lebensumstände zu erfassen, um mögliche Ressourcen zu erkennen und auf dieser Grundlage die Erstellung eines Behandlungsplanes zu ermöglichen. Dabei ist es unsere Aufgabe, nicht rein medizinische Defizite aufzuzeigen und zu therapieren, sondern Fähigkeitsstörungen, Mobilitätseinschränkungen, kognitive Defizite, depressive Störungen und eingeschränkte Selbsthilfefähigkeit zu erkennen und im Team zu therapieren.
Um diese Defizite und Einschränkungen zu objektivieren, gibt es ein umfangreiches geriatrisches Assessment, eine Erhebung der Ausgangssituation in den verschiedenen Bereichen, aus der sich die Behandlungsziele ableiten lassen.
Da alle o. g. Bereiche an diesem Assessment beteiligt sind, sind wöchentliche Teambesprechungen mit Erörterung der Entwicklung eines jeden einzelnen Patienten zwingend erforderlich. Hier kann je nach Behandlungsfortschritt auch festgelegt werden, bei der geriatrischen Frührehabilitation spätestens nach 21 Tagen, ob der Patient soweit genesen ist, dass er in die häusliche Betreuung, in die Kurzzeitpflege oder eine anschließende klinische geriatrische Behandlung entlassen werden kann oder ein Pflegeheim für ihn als einzige gängige Alternative in Frage kommt. Enge Zusammenarbeit mit den Hausarztpraxen, sozialen Diensten, eventuell auch neurologisch-psychiatrischen Kliniken sind unvermeidbar.


